Eine Alternative zum Ringwechsel und ein ganz spontanes Brautpaar!

Ute und Andrea waren zu einer Hochzeit in der Nähe von Cochem eingeladen. Beide kommen aus Bayern und machten in dem Zusammenhang Urlaub in Cochem. Und dann kam der Gedanke, nach 30 Jahren selbst auch mal zu heiraten. Und das ganz spontan zwei Tage nach der Trauung, zu der sie eingeladen waren.
Natürlich reichte die Zeit hinten und vorne nicht für so Nebensächlichkeiten wie EHERINGE. Die Hochzeit sollte zwei Wochen später stattfinden – noch während ihres Moselurlaubs. Ringe waren nicht wichtig, es ging den beiden um den Tag, ihre Liebe und die Hochzeit. Nur Ute und Andrea und ihre beiden Trauzeuginnen.
Nach ein paar Telefonaten, um die letzten Dinge abzustimmen, hatte ich so ein GEFÜHL. Ich wollte beiden eine Alternative bieten und fing an zu recherchieren. Und so las ich etwas über die “Roter -Faden-Zeremonie”, bei der anstelle von Eheringen ein rotes Band um die (traditionell kleinen) Finger gewickelt wird. Das Lachen, während beide während der Trauung den Faden am knoten waren, war einfach ansteckend! ♥
Am Tag der Hochzeit hatte ich eine kleine GESCHENKBOX dabei, in der sich eine rote Schnur sowie eine Erklärung befanden. Natürlich hab ich vorab geübt, um das ganze in wenigen Worten zusammenzufassen. Ich wollte ja keinen Roman erzählen, sondern eine Alternative bieten, falls die beiden die Idee genauso schön fänden, wie ich gehofft habe. Aber ohne Muss – ein “nein, lieber nicht” oder “wir schauen uns das alleine und in Ruhe an” wäre genauso fein für mich gewesen.
Mein GEFÜHL lag richtig – die Freude und Überraschung waren greifbar. Damit gerechnet hatte keine der zwei, aber beide haben es dankend angenommen und sich auch nach der Trauung noch mehrfach für diese schöne Idee bedankt. Die roten Schleifen an den kleinen Fingern blieben für den ganzen Nachmittag festgeknotet!
Außerdem hatten sie so noch eine greifbare Erinnerung an ihre Trauung und das Lachen während beide sich nach dem Ja-Wort die Schleifchen gewickelt haben war noch übers Trauzimmer hinaus spürbar.
Am besten war die Frage „eine Schere, wir sollen den durchschneiden???“ 😮
Meine Antwort: „Ihr könnt auch den ganzen Tag aneinander geknotet nebenher durch Cochem laufen oder den Faden gleich wieder losmachen, aber wenn ihr ihn wie Ringe den Rest des Tages tragen wollt….“
Darauf folgte ein Lachen im ganzen Raum und ein verständnisvolles Nicken, nach dem der Faden in zwei getrennt wurde 😅
Mehr erfahren?

